Sicherheit für Senioren beim Radfahren

Seniorenbeirat der Stadt Gladbeck bekämpft mit Unterstützung der Verkehrswacht die steigenden Verunglücktenzahlen

 

Genau das ist seine wichtigste Aufgabe! Der jährliche Verkehrsunfallbericht des Polizeipräsidiums Recklinghausen soll aufmerksam machen, wenn sich die Unfall- bzw. Verunglücktenzahlen negativ, gar besorgniserregend entwickeln. Für 2015 weist der Verkehrsunfallbericht der für Gladbeck zuständigen Polizeibehörde einen Anstieg bei den Radfahrerinnen / Radfahrern im Alter ab 65 J. um immerhin 100% (!) aus.

 

Das nebenstehende Bild zeigt die entsprechende Seite aus dem Verkehrsunfallbericht 2015 des Polizeipräsidiums Recklinghausenan. Das Original kann --> hier aufgerufen werden.

 

Für den Seniorenbeirat der Stadt Gladbeck Grund genug aktiv zu werden und mit eigenen Beiträgen gegen diese Entwicklung vorzugehen.

Die für den 25. Juni 2016 geplante Fahrrad-Stadtrundfahrt, bei der Thomas Ide (stellvertretender Vorsitzender und Schatzmeister der Verkehrswacht Gladbeck) die speziellen Radverkehrsvorschriften "vor Ort" erklären sollte, fiel leider dem schlechten Wetter zum Opfer.

Bei der gut besuchten Nachmittagsveranstaltung kam im Zusammenhang mit der vorgeschriebenen technischen Ausstattung von Fahrrädern der als sehr hilfreich bewertete Flyer des Polizeipräsidiums Recklinghausen zur Sprache. Mit Erlaubnis der Direktion Verkehr der Polizei Recklinghausen stellt Ihnen die Verkehrswacht das Faltblatt --> hier zur Ansicht / zum Download zur Verfügung.

Bei der Verkehrswacht wird der Vorgang als mustergültig und beispielgebend verbucht:

  • Die Polizei als "Herrin der Unfalldaten" überwacht und analysiert ständig die Unfallentwicklung auf allen wesentlichen Verkehrssicherheitsfeldern und in allen Städten und Gemeinden ihres Zuständigkeitsbereichs. Bei den ersten Anzeichen einer (örtlich und zeitlich) nicht nur punktuellen Negativ-Entwicklung sendet sie entsprechende Signale.
  • Im Idealfall - so, wie bei diesem Vorgang - fühlen sich auch ehrenamtliche Akteure angesprochen und verantwortlich, leisten ihren Beitrag und helfen beim Gegensteuern.

 

In diesem Fall darf aber auch folgender Hinweis nicht fehlen:

Es gibt für die ältere Generation in Gladbeck keinen Grund, das Fahrrad aus Angst zu verunglücken in der Garage zu verschließen. Grundsätzlich ist Radfahren ein wahres Wundermittel und bringt ganz viel für die Gesundheit.

Im Zusammenhang mit dem heftigen Anstieg der Verunglücktenzahlen um 100% (!) im Jahr 2015 gegenüber 2014 bleibt festzustellen:

  • 1-Jahres-Betrachtungen sind in der Verkehrssicherheitsarbeit (Unfallanalyse) mit Vorsicht zu genießen. Der Zeitraum ist zu kurz für gesicherte Erkenntnisse.
  • Zu Verzerrungen kann es erst recht kommen, wenn besonders kleinteilig analysiert wird und damit nur "kleine Zahlen" die Grundlage bilden.
  • Die Verdoppelung der Verunglücktenzahlen im zurückliegenden Jahr hängt auch damit zusammen, dass in Gladbeck für das Jahr 2014 die geringste Anzahl an verunglückten radfahrenden Senioren (zumindest seit 2010) polizeilich registriert wurde.