"Blender" und "Einäugige" gefährden die Verkehrssicherheit - Verkehrswacht Gladbeck empfiehlt die Teilnahme am Licht-Test 2014

Seit dem 1. Oktober sind sie wieder an insgesamt sechs stark befahrenen Stellen im Gladbecker Stadtgebiet zu sehen – die Spannbänder, die für den Licht-Test werben. Bundesweit machen damit das Deutsche Kraftfahrzeug­gewerbe und die Verkehrswachten auf den kostenlosen Check der Beleuchtungsanlage aufmerksam, den die Autofahrer im Oktober in den Meisterbetrieben der Kfz-Innung an ihren Fahrzeugen vornehmen lassen können. Diesen Service bieten ab dem 1. Oktober 2014 deutschlandweit 38.500 Betriebe an.

Beim Licht-Test wird nicht nur überprüft, ob die Beleuchtungsanlage korrekt funktioniert. Auch die richtige Einstellung der Scheinwerfer wird getestet, um das Blenden anderer Verkehrsteilnehmer auszuschließen. Wenn alles in Ordnung ist, bekommt das Fahrzeug die bekannte Plakette, die der Polizei bei Kontrollen signalisiert, dass es über eine geprüfte Licht-Anlage verfügt.

„Wenn die Tage kürzer und in den Morgenstunden sowie am frühen Abend die Sichtverhältnisse schlechter werden, ist es besonders wichtig, dass die Verkehrsteilnehmer gut sehen und gesehen werden“, so Klaus-Dieter Parma, Vorsitzender der Verkehrswacht Gladbeck. „Daher sollten alle Pkw-Halter die Beleuchtungsanlage ihrer Fahrzeuge überprüfen lassen. Dafür bieten die Meisterbetriebe der Kfz-Innung in Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht den kostenlosen Licht-Test an.“

Beim Licht-Test, der im gesamten Monat Oktober angeboten wird, werden acht Bestandteile der Fahrzeugbeleuchtung auf Funktion und richtige Einstellung geprüft. Kosten fallen nur an, wenn Ersatzteile eingebaut werden müssen oder umfangreiche Einstellarbeiten notwendig sind.

Klaus-Dieter Parma von der örtlichen Verkehrswacht appelliert aber auch an die ungeschützten Verkehrsteilnehmer, sich auf die schlechter werdenden Sicht­bedingungen einzustellen: „Da die Dämmerung jetzt immer früher einsetzt, sind besonders Fußgänger länger im Dunkeln unterwegs. Auch sie können mit heller oder noch besser: am Tage mit fluoreszierender und bei Dunkelheit mit reflektierender Kleidung dazu beitragen, dass sie von den motorisierten Verkehrsteilnehmern frühzeitig gesehen werden. Gleiches gilt auch für Radfahrer.“

Auf den Licht-Test 2014 hingewiesen werden Autofahrer unter anderem durch mehr als 2.700 Spannbänder, die die Verkehrswachten deutschlandweit an und über den Straßen aufhängen werden. Allein die Verkehrswachten in NRW bringen über 700 Spannbänder zum Aushang. Dass die Aktion, die bereits zum 58. Mal stattfindet, nach wie vor notwendig ist, zeigen die Testergebnisse des Vorjahres. Im Oktober 2013 wurden in NRW die Lichtanlagen von 24.000 Pkw überprüft; 9.000 Fahrzeuge wiesen Mängel auf. Bei 5.200 Auto waren die Hauptscheinwerfer falsch eingestellt, sodass die Fahrer entgegen kommender Fahrzeuge geblendet oder Hindernisse nicht frühzeitig erkannt worden wären.

Der Licht-Test 2014 ist eine Gemeinschaftsaktion des Deutschen Kraftfahrzeug­gewerbes und der Deutschen Verkehrswacht. Schirmherr ist der Bundesverkehrsminister.


Spannband zum Licht-Test 2014 auf der Schultenstraße gegenüber der Einmündung Frentroper Straße

Zu Beginn der dunklen Jahreszeit führt die Polizei oftmals gezielte Beleuchtungskontrollen durch. Die aktuelle Licht-Test-Plakette auf der Frontscheibe signalisiert der Polizei, dass die Beleuchtungsanlage in diesen Tagen fachmännisch überprüft wurde